Sebastian Arthur Hau
Bertrand Fleuret
»Landmasses and railways«
Bertrand Fleuret
»Landmasses and railways«
Wenn es nach dem Walker-Evans-Diktum „Je mehr Schwärze, desto weniger Qualität“ ginge, würde „Landmasses“
sofort durchfallen. Aber Fleuret hat sich vom dokumentarischen Stil entfernt (man erkennt ihn
jedoch noch) und nähert sich den Herausforderungen des Imaginären und der Erinnerung an. In einem
Buch, das in den Händen liegt wie ein Roman, wie ein Stundenbuch, wie ein Studienbuch, wie eine (vollendete)
Dissertation, gelingt ihm eine Neuformulierung der Bildsprache der Einsamkeit seiner Vorgänger,
eine Infragestellung der Massengesellschaft und des Reisens durch die Bekräftigung des snap-shot-Stils,
eine Bekräftigung auch der Neugier in einem seltsamen Tanz mit der Black Box zwischen Vertrauen und
Ringen mit der Glaubwürdigkeit der Bilder. Ein nicht immer klares, aber herausforderndes Statement!
The year has started with a few very nice photo-publications. This one is my favorite, and ever
since I saw the maquette two years back, I just love Fleuret’s darkish images, which are never brooding
or simply melancholic. The book produced by J&L has a very distinct yet unobtrusive appearance, and
although Fleuret is influenced by both American and Japanese street Photography, he has found a convincing
style and content of his own. I sense his great curiosity about the world which he travels, the art
of book-making and the limits of what a camera can depict and what not.